1. Einführung
Deutschland hat ein komplexes Verhältnis zu Online-Casinos, da die Branche zwischen den Fingern zerrissen wird durch Gesetzgebung, Wettbewerb und soziale Diskussionen über Glücksspiel als mögliche Gefahr für die Gesundheit der Bürger. Als ausländische online Casino Schweiz Teil dieser Debatten ragen ausländische Online-Casinos heraus – ein Phänomen, das in Deutschland immer mehr Aufmerksamkeit generiert. Diese Übersicht möchte einen klaren Überblick über den Stand von Dingen liefern und Einblicke in die rechtliche Situation deutscher Spieler bei der Nutzung solcher Anbieter bieten.
2. Definition
Ausländische Casinos sind Online-Glücksspielanbieter, die ihren Hauptsitz oder Sitz außerhalb Deutschlands haben. Das können auch sogenannte ‘White-List’ Casinos sein – Unternehmen aus Ländern mit einer geringen oder keinen Vorschriften über Glücksspiele, wie Malta oder Gibraltar. Es gibt verschiedene Arten von solchen Anbietern, aber alle bieten ihre Dienstleistungen Online an und rufen damit die Frage auf, ob sie in Deutschland illegal seien.
3. Wie es funktioniert
Die Funktionsweise ausländischer Casinos ist relativ einfach zu verstehen: Spieler registrieren sich, legen ein Guthaben für Spiele wie Roulette oder Blackjack frei und spielen mit Echtgeld gegen andere Teilnehmer im Netzwerk des Anbieters. Der Gewinn geht dabei an den Spielern, die gewinnen; der Verlust wird vom Spieler selbst getragen – es ist kein ‘Versicherungsmodell’, bei dem ein Dritter einspringt.
Die Vorteile solcher Angebote sind vielfältig: Zunächst bietet eine Vielzahl von Spielen und möglichen Gewinnchancen die Attraktivität eines ausländischen Casinos; oft stehen auch verschiedene Zahlungsmethoden zur Verfügung, um ein gutes Spielerlebnis sicherzustellen. Aber was ist mit den Rechtlicheckpunkten?
4. Gesetzlicher Kontext
In Deutschland gibt es strenge Regulierung von Glücksspielen – insbesondere nach dem GlüStV (Gesetz über die Glücksspielsteuer) von 2012, der Online-Glücksspiele mit strengen Auflagen verbunden hat. Im Allgemeinen ist das Auswählen und Betreiben solcher Anbieter für Bürger illegal, da sie nicht den deutschen Spielhallen- oder Lotteriegesetzen entsprechen.
Die Bundesländer haben unterschiedliche Vorschriften über Online-Glücksspiele; zum Beispiel hat Nordrhein-Westfalen Glücksspielkabinette eingerichtet als Antwort auf ausländische Casinos. Trotzdem gibt es mehrere sogenannte «Grey-Zones» – Bereiche mit relativ weichen Gesetzen –, wo Online-Casinos tätig sind und von deutschem Recht nicht immer vollständig erfasst werden.
5. Beispiele für ausländische Anbieter
Einige der größten online Casinos haben sich in Ländern niedergelassen, die von dem EU-Spielhallen-Gesetz (EG) befreit sind; Malta und Gibraltar beispielsweise bieten Glücksspiele ohne gesonderte Genehmigung an. Es gibt auch andere Möglichkeiten zum Spielen in Europa – etwa Belgien mit seiner sogenannten «Belgian Gaming Act» von 1999.
6. Die Rolle der Rechtsordnung und Regulierung
Neben Gesetzen gibt es eine Reihe weiterer Faktoren, die dazu beitragen, den Betrieb ausländischer Casinos im internationalen Wettbewerb zu regeln: Die Europäische Kommission setzt sich für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen EU-Ländern zur Kontrolle illegaler Online-Glücksspiele ein. Daneben sind auch Verhaltenskodizes, freiwillige Vorschriften des Branchenverbands e.G.A (European Gaming Association) und von Einzelnen Betreibern selbst, bedeutend für die Umsetzung der Ziele der EU-Kommission.
7. Kritik an ausländischen Casinos
Einige Experten kritisiert diese Art des Glücksspiels als besonders gefährlich: Weil Spieler in einem Rechtssaum spielen – das heißt, sie unterliegen dem Gesetz eines Landes und den Regulierungen des Standortlandes. Dies führt dazu, dass solche Anbieter oft über soziale Netzwerke wie Facebook oder WhatsApp Werbung verbreiten, wodurch der Ruf ausländischer Casinos in die Diskussion gerät.
8. Kritik an nationaler Politik
Gegenüber dieser Kritik lautet eine andere Ansicht: Wenn Deutschland seine Vorschriften so eng fasst und online nicht erlaubt hat, schaffen sich diese ausländischen Anbieter einen Markt, den die Bundesregierung einfach zu übersehen scheint. Die Regierungen sollen gemeinsam an der Entwicklung von Gesetzen arbeiten – statt das Phänomen als Problem anzusehen.
9. Zukunftsaussichten und Herausforderungen
Das Thema ausländischer Casinos bleibt ein komplexes Thema mit einer Vielzahl von Faktoren, die weiterhin in Entwicklung begriffen sind. Einerseits ist der Wettbewerb zwischen Bundesländern um Spieler zu sehen, aber auch innerhalb Europa: Wenn das EU-Parlament gemeinsame Richtlinien erarbeitet für den Online-Glücksspiel-Bereich könnte dies einen Ausweg aus dieser «Grey-Zone» ermöglichen.
10. Zulassung und Registrierungen
Für die Spieler selbst bleiben die Rechte im Hintergrund: Es wird oft diskutiert, ob Spielern von Deutschland das Nutzen einer Anbieter mit Sitz in einem Land mit weichen Gesetzen verwehren sollte oder nicht.
11. Abschlussbemerkungen und Fazit
Ein Ausblick auf die Situation der Spieler in den sogenannten «Grey-Zones» zeigt, wie vielschichtig und herausfordernd das Thema ausländischer Casinos ist: Zwar sind solche Anbieter illegal in Deutschland; andererseits verfügen sie über flexible Regulierungen im Ausland. Gegenüber der Diskussion um die Notwendigkeit von Gesetzen für den Online-Glücksspiel-Bereich zeigen sich unterschiedliche Standpunkte.
Schließlich ist zu bemerken, dass nur durch die Integration und Harmonisierung rechtlicher Regelung im internationalen Verhältnis eine klare Definition und Regulierung von ausländischen Casinos in Deutschland entsteht.

